Eine Gruppe Menschen steht bei regnerischem Wetter mit Trans-, Nicht-Binären- und Regenbogen-Flaggen vor der Kieler Förde. Zentral im Bild halten sie ein großes Transparent mit der Aufschrift: "SUPPORT THE DOLLS".

Support the Dolls

Gestern sind wir in Kiel als Queers und Allies zusammengekommen, um uns solidarisch mit the Dolls & Casa Kua zu zeigen, die am 18.10. in Berlin eine Polizei-Razzia erlebt haben.

In ihrer Erklärung dazu schreiben sie:

„Hände weg von unseren trans Communities!

Am vergangenen Sonntag, dem 18.10.2026, drangen zahlreiche Polizeibeamt*innen des LKA gewaltsam in „The Dolls“ ein, ein wöchentliches Treffen ausschließlich für transfeminine Personen im Casa Kuà. Sie stellten die Personalien aller Anwesenden fest und hielten sie bis zu vier Stunden lang in den Räumlichkeiten fest.

Die Polizei durchsuchte die persönlichen Gegenstände aller Anwesenden, obwohl im Durchsuchungsbeschluss selbst keine Namen genannt wurden, sowie sämtliche Räume. Sie brach Schließfächer auf und beschlagnahmte mehrere Kisten mit Gegenständen.

Wir sind zutiefst wütend und waren schockiert zu erfahren, dass dieser Angriff auf unsere trans Communities im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen des Vorwurfs steht, „verschreibungspflichtige Medikamente […] ohne die entsprechende Erlaubnis an Dritte unentgeltlich abzugeben“.

Dieser gewaltsame Eingriff in unsere Räume ist nicht nur unverhältnismäßig, sondern richtet sich auch gezielt gegen besonders marginalisierte und vulnerable transfeminine Communities. Gleichzeitig ist er Teil einer breiteren Welle der Repression gegen Frauen, queere Menschen, Migrantinnen, die Arbeiterinnenklasse und andere marginalisierte Gruppen.

Wir sind unglaublich dankbar für die massive Solidarität und Unterstützung aus der Community innerhalb so kurzer Zeit. Auch in der kommenden Zeit werden wir weitere Unterstützung brauchen. Bleibt auf dem Laufenden und passt aufeinander auf.

Organisiert euch!
Seid wütend!
Bleibt glamourös!

Casa Kuà & The Dolls“


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