Zwei Polizisten stehen vor einer Sitzblockade

Nie, nie, nie wieder Faschismus!

Über tausend Menschen stellten sich am Samstag der #noafd in Neumünster entgegen. Schon morgens um kurz nach neun fanden sich die ersten Antifaschist*innen auf dem Postparkplatz neben dem Bahnhof ein, weitere kleinere und größere Kundgebungen in der Innenstadt folgten im Verlaufe des Vormittages. Die Antifademonstration zog vom Bahnhof in Richtung AfD-Zentrale, im nördlichen Bereich der Christianstraße. Dort versammelten sich ab 12 Uhr etwa 100 AfD-Anhänger*innen. Allen voran gingen einige Mitglieder der AfD-Jugendorganisation ‚Generation Deutschland‘, aus Schleswig-Holstein und dem Bundesvorstand.

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Die AfD-Demonstratioin mit zahlreichen Menschen mit Deutschlandfahnen hinter einem weißen Auto

Gegen zwanzig vor eins starteten sie mit lauter KI-Musik und vielen Deutschlandfahnen den Demozug die Christianstraße hinunter in Richtung Innenstadt. Sie kamen aber nicht sonderlich weit, denn etwa 30 Antifaschist*innen blockierten ihnen den Weg auf Höhe der Ansgarstraße. Bereits nach wenigen Minuten und mit brutalen Schmerzgriffen räumten zahlreiche Riotcops die Blockade, doch bereits eine Straße weiter saßen wieder Leute im Weg. Immer wieder musste die Demo kurzzeitig stehenbleiben.

Auch Teile der zu diesem Zeitpunkt bereits am Ziel unweit der AfD-Zentrale angekommenen Antifademo machten den Faschist*innen Dampf: Eine Sponti zog lautstark hinter der AfD her. Als diese in Richtung Großflecken kamen, tönte es von überall her: Say it loud, say it clear, refugees are welcome here! An jeder Ecke wurden die Rechten bepöbelt. Doch auch die Cops bekamen am Samstag an vielen Orten neben Farbe und Eiern auch lautstarke Kritik an ihrem gewaltvollen Verhalten ab – Deutsche Polizisten schützen die Faschisten!

Auch, wenn am Wochenende weitaus weniger Faschos als im Vorfeld befürchtet aufgetaucht sind und die vielfältigen antifaschistischen Gegenproteste ihnen den reibungslosen Ablauf ihrer Propagandaveranstaltung erfolgreich vermiesen konnten, heißt es wachsam zu bleiben: Organisiert euch, seid laut und widerständig! Lasst uns dabei aber auch aufeinander aufpassen – und in Zeiten der so scheint es immer heftigeren Polizeigewalt gegen linke Demonstrant*innen füreinander da sein und Umgangsformen entwickeln. Ihr seid nicht allein!

Die rechte Welle brechen – Alle zusammen gegen den Faschismus!


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